Neu: Mediation

Stellen Sie Sich vor, der Putz hat Risse, das Dach ist undicht, die Ausführung der Abdichtung entspricht nicht den Mindeststandards oder die Fenster wurden falsch versetzt. Da kommt Ärger auf.

Wird der Bauausführende nun mit der mangelhaften Ausführung oder sogar schon mit einem eingetretenen Schaden konfrontiert, so stößt man auf Ablehnung. Ausreden und Schuldzuweisungen sind zu hören, die Fronten verhärten sich und die Bereitschaft des Ausführenden, den Mangel und den Schaden zu beseitigen, entschwindet. Ein Konflikt entsteht.

Meine langjährige Erfahrung als Bausachverdändiger hat mir aufgezeigt, dass der Konflikt beim „Bauherr“, der Baufirma und dem Professionisten unterschiedliche Beweggründe hat.

Auf der einen Seite herrscht die Angst vor Schäden und die Enttäuschung über das gefühlt schlecht ausgeführte Gewerk. Auch entsteht der Unmut das volle Entgelt für eine falsche oder unsaubere Arbeit zu zahlen. Auch die Sorge, dass an der Bausubstanz ein Schaden entsteht oder ein vorhandener sich vergrößert, höre ich oft von meinen Kunden.

Auf der anderen Seite ist der Baustolz verletzt, die Bereitschaft an der Mangel- und Schadenbeseitigung fehlt, da  sich die an der Ausführung beteiligten Personen Fehler eingestehen müssten. Das Gefühl der Schwäche kommt auf. Das gilt es zu unterdrücken. Gleichfalls höre ich von den Firmen, dass der Bauherr die Leistung nicht zahlen will und nur nach Gründen sucht, das Entgelt zu reduzieren.   

Die Ursache solcher Auseinandersetzungen sind zwischen den Parteien oft unterschiedlich, nicht sichtbar oder für den anderen nicht verständlich. Die Mediation im Bauwesen hilft zu verstehen, zu respektieren und den Konflikt zu beseitigen.

Nehmen Sie einmal den anderen Weg, das Lösen der Konflikte durch eine Mediation kann für beide Seiten befreiend sein. Es gibt nur Gewinner.